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TitlePTS 61 Johannes Von Damaskos VI.1 Historia Animae Utilis de Barlaam Et Ioasaph (Spuria)
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Page 1

ROBERT VOLK

DIE SCHRIFTEN DES

JOHANNES VON DAMASKOS

VI/1

DE
W

G

Page 319

277

a„înaj. 'Am»n die knappste Doxologie.27 Mit fol. 244v, das u. a. drei an eine
Tugra, das Siegel eines Sultans, gemahnende Gebilde und einen Besitzerver-
merk des Kutlumusiu-Klosters aufweist, endet auch der Codex. Trotz ihres
hohen Alters hat Nr. 26 eine ganze Reihe von textlichen Mängeln (z. B. die
Auslassungen 24,148 oÛtw – 149 toàto, 24,183 kaˆ3 – 184 gastrÒj und
36,43 ™pˆ – 44 pareiîn sowie 27,115 man…aj statt ¢no…aj), die in den eng
verwandten, jedoch nicht direkt abhängigen jüngeren Nrn. 16II und 51I
nicht erscheinen; diese beruhen demnach auf zwei verschiedenen Zeugen
von besserer Textqualität als Nr. 26, die heute verloren sind. Nr. 16II geht
dabei enger mit Nr. 26 (= V) konform und kann Zweifel ausräumen, ob auf
wassergeschädigten Blättern von der jüngeren Hand Vc der Text von Nr. 26
korrekt nachgezeichnet wurde: Statt 26,85 q©tton ™kdik»sw bietet Vc mit
q£naton ™kak»sw Unsinn. Die schwer lesbare Stelle 30,260 ›xeij ™in iti. statt
me œti ›xeij entpuppt sich als simples ›xeij ™mš. Bei 31,31 sind in Nr. 16II wohl
wegen des Homoioteleutons die Worte kaˆ – boîntoj ausgelassen; schon
dem Platz nach dürften sie in Nr. 26 von Anfang an vorhanden gewesen
sein, die Hand Vc zeichnete somit bebaioàntoj kaˆ mhd{n protim©n tÁj toà
Cristoà ¢g£phj korrekt nach. Nichts mit dem ursprünglichen Text ge-
mein hat dann aber wohl die Nachbesserung t¦j pneumatik¦j parelqÒntaj
tÕn nšon für die Worte 31,31 boîntoj – 32 mšson; gleiches gilt für 31,32
katšgnw Óti tÁj perˆ statt katšgnwj ð 'Iw£saf. Auch das von Vc bei 31,59
für unlesbar gewordenes xÒana gebotene pl£na fi ndet keine Unterstützung
durch Nr. 16II. In besserem Zustand war dagegen der wassergeschädigte
Bereich bei 36,34-50; hier ist von Vc das ursprünglich Vorhandene mit nur
ganz geringen Fehlern nachgezogen worden (korrekt wäre aufgrund von
Nr. 16II bei 36,34 ™kkl…nhte statt ™kkl…nate, und ebenso müßte es bei 36,42
Ôclon statt Üclon und diakeleÚetai add. aÙto‹j statt aÙt¦j lauten).

[40

27 Athos, Mon¾ Koutloumous…ou 209, fol. 4r – 282v.
Film (t): fol. 3v – 19r (Titel – 4,1 'An¾r g£r tij tîn ™n tšlei) und 269v – 282v
(38,72 ™tšloun leitourg…aj – Epil.,8 'Am»n). – Lit.: Lampros, Kat£logoj
`Ag. ” Orouj I, 297. – Papier, Oktavformat, einspaltig, geschrieben 1565 vom
sehr produktiven Mönch Euphrosynos (fol. 282v datierte Schreibernotiz
vom 1. Mai d. J.); L. Polites, `Agiore‹tej bibliogr£foi toà 16ou a„înoj, in
Hell. 15 (1957) 355-384, hier 358-364, verzeichnet 35 von ihm gefertigte

27 Um einen ähnlich exakten Abschluß der metaphrastischen Epitome der Pseudo-
klementinen auf fol. 59r ganz genau mit dem Ende der rechten Spalte zu erreichen,
hat der Schreiber hier die Doxologie gegenüber dem bei Dressel (CLXXIX, p. 118)
gedruckten Text etwas ausgeweitet: ïn gšnoito kaˆ ¹m©j ™pituce‹n c£riti kaˆ filan-
qrwp…v toà kur…ou ¹mîn 'Ihsoà Cristoà, meq' oá tù patrˆ ¤ma tù ¡g…J pneÚmati
dÒxa, kr£toj, tim», nàn kaˆ ¢eˆ kaˆ e„j toÝj a„înaj tîn a„ènwn. 'Am»n.

Die griechischen Handschriften – Athos

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278 5. Die Überlieferung

Handschriften, die sich alle im Kutlumusiu-Kloster befi nden. – Fol. 3v ist
leer, zu den fol. 1r – 3r macht der Katalog keine Angaben; sie werden wohl
nichts Ursprüngliches enthalten. Textbeginn ist auf fol. 4r: Der mit Nr. 26
identische Titel steht unter einer Zierleiste; hinter 'Iw£nnou monacoà fügte
der Schreiber Euphrosynos am Rand toà Damaskhnoà hinzu. Über der
Zierleiste, ebenfalls von der Hand des Euphrosynos, ein zusätzlicher Titel
Bibl…on Barla¦m kaˆ 'Iw£saf, darüber ein am oberen Rand beschnittenes
Kreuz mit der Beischrift 'I(hsoà)j C(ristÕ)j nik´. Von fol. 4r bis 19r (= 27I)
ist der Text ein sehr unauffälliger Vertreter der Familie b; eine Abhängig-
keit von Nr. 26 scheint dabei bis ins 2. Kapitel möglich (Kriterien: 1,50
dialuqeˆj statt luqeˆj fi ndet sich nur in den Nrn. 26, 27I und 51I, ebenso
2,31 kerd»saj statt kerd»sVj), es überraschen aber einige vielleicht auf
Flüchtigkeit des Schreibers Euphrosynos zurückzuführende Alleingänge wie
fehlendes makariÒthtoj in Prol.,5 und proqšsei statt proairšsei in Prol.,8.
Spätestens ab 2,81 ist die Orientierung an Nr. 26 – wenn es sie überhaupt
gab – nicht mehr erkennbar: die dortige Auslassung œgnwn – kaˆ2 taucht in
Nr. 27I nicht auf, und dies ist nur das erste von vielen weiteren Kriterien.
Zumindest die Folia 269v – 282v (= 27II) folgen einer ganz anderen Vorlage:
Es besteht erstaunlicherweise wohl direkte Abhängigkeit von der nur ganz
wenig älteren Nr. 92; sogar die dort mit darübergeschriebenen Zahlzeichen
vorgenommene, dadurch mit der Familie a (und damit dem neuen Lese-
text) übereinstimmende Stellungsvariante 40,47 æj e‡qisto aÙtù ¢eˆ lšgein
»Sugcèrhson«, œfh ist genau auf diese Weise übernommen. Auf fol. 273r
und 281r sind die Lagenzählungen ld/ und le/ erkennbar. Dem Texten-
de auf fol. 282v folgt die schon erwähnte datierte Schreibernotiz, für die
ebenfalls Hs. 92 Pate stand: Plhrèsaj e"pon soˆ Crist{ dÒxa pršpei. 'Epˆ
œtouj /zog

/, „ndikt. h/, ™n mhnˆ Ma$J a/, ¹mšrv Tr…tV (= 1565) ™teleièqh di¦
ceirÕj ™moà ¡martwloà EÙfrosÚnou monacoà. 'En ú kaˆ oƒ ¢naginèskontej
eÜcesqe Øp{r ™moà di¦ tÕn kÚrion. Von der Hand des Euphrosynos stammt
auch der Besitzervermerk auf fol. 283r: `H b…bloj aÛth Øp£rcei tÁj ƒer©j
kaˆ sebasm…aj kaˆ basilikÁj monÁj toà Koutloumous…ou. Kaˆ e‡ tij t¾n ¢po-
xenèsei ™k tÁj monÁj taÚthj, n¦ œnai ¢forismšnoj ¢pÕ qeoà pantokr£toroj,
kaˆ n¦ œcei kaˆ tÕn swtÁra kaˆ t¾n qeotÒkon ¢nt…dikon. Naˆ ¢m»n. Es hat also
den Anschein, daß Euphrosynos im Jahr 1565 im Kutlumusiu-Kloster die
1564/65 von einem gewissen Mönch Christophoros gefertigte, im 18. Jh.
aus dem Athoskloster S…mwnoj Pštraj nach England gelangte, heute in Ox-
ford befi ndliche Nr. 92 zur Verfügung hatte; dies ist keineswegs abwegig,
denn die heutigen Athos-Hss. Xeropot. 159 und 160 sind 1563/64 von
diesem Christophoros gefertigte Menäen, der Cod. Athous Iber. 179 eine
von ihm 1568 von ihm geschriebene Chronik des Konstantinos Manas-
ses. Nicht von Euphrosynos, sondern von einer anderen zeitgenössischen
Hand – m. E. von Christophoros – ist dagegen das sich anschließende
'Ep…gramma e„j tÕn ¤gion 'Iw£nnhn tÕn Da<ma>skhnÒn; ich folge bei seiner
Wiedergabe den Zeilenumbrüchen in der Handschrift: CrÚseoj ¢yaÚstoio

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ERRATA, KORREKTUREN UND NACHTRÄGE
ZUM 2. HALBBAND

Bei den Sigeln der Textzeugen

S. 3: Das Entstehungsjahr von Handschrift N lautet korrekt „1063“ (nicht
1064).

Im Lesetext

14,51: Statt „oÙkœsti“ ist „oÙk œsti“ zu lesen.
25,129: Das Fragezeichen (;) ist durch einen Punkt (.) zu ersetzen.
30,211: Statt „eÙfra…non, ta“ ist „eÙfra…nonta“ zu lesen.
36,54: Statt „èj“ ist „æj“ zu lesen.

Im Variantenapparat (apparatus criticus)

Prol.,22: Die überfl üssige Zeilennummer „22“ vor dielqÒntaj ist zu til-
gen.

2,160: Statt „'Exelqën] 'Anast¦j E'FGHIK LMNOQR'SU1U2VW1W2Kech.
XYZ“ ist vielmehr „'Exelqën] 'Anast¦j E'FGHIKLMNOQR'SU1U2VW1W2
Kech.XYZ“ zu lesen [also ohne Abstand zwischen K und L].

10,63: Statt „proskunoàntej] proskunoàsin E'FGHIJLMNO'PR'SU1U2'V
W1W2Kech.XYZ“ ist vielmehr „proskunoàntej] proskunoàsin E'FGHIJL
MNO'PR'SU1U2'VW1W2Kech.XYZ“ zu lesen [also ohne Abstand zwischen
V und W1].

11,22: Statt „Ómoia – 56 †na tÁj om. W2 (exc. folium unum)“ ist „Ómoia – 39
scol£zonta om. W2 (periit scriptura unius pagellae)“ zu lesen.

Die Editionshandschrift W2 steht auch für den Bereich von 11,40 m¾ bis
11,56 †na tÁj zur Verfügung; ihr erst im Dezember 2007 zugänglich gewor-
denes fol. 40v ist wider Erwarten von der Ursprungshand beschrieben (s.
oben, S. 407 m. Anm. 224). Hier also der aktualisierte Variantenapparat
für diesen Bereich:

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596 Errata, Korrekturen und Nachträge zum 2. Halbband

40 m¾ inc. denuo W2 m¾ – 41 ¢retîn om. U2' dhlad¾ om. E'FGHIJKL
MNO'PR'U1VW1W2Kech. tÁj c£ritoj] toà pneÚmatoj M plhrèsanta]
plhrîsan LMPU1 plhrèsanta] plhrèsaj H 41 ˜autÕn] ˜autù L
toà ploÚtou M lamb£nei] paralamb£nei U2' ˜autoà add. kaˆ W1W2
42 ˜pt¦ ›tera U2' ˜pt¦ – katoike‹] ponhr¦ ˜pt¦ pneÚmata kaˆ e„soik…zei
taàta J pneÚmata ˜pt¦ W1W2 ˜autoà ponhrÒtera K ™ke‹] ™n aÙtù
W1W2 43 toà – ™ke…nou om. R' ™ke…nou post œscata V ™ke…nou om.
H 44 m{n om. GU2' p£ntwn om. N 45 ™nq£pton] ™nq£ptontai kaˆ
M ™nq£pton] ™nqšntwn Kc (man. rec. supra scripturam humore deletam)
pantele‹ ¢fanismù] pantelÁ ¢fanismÕn W1 ¢fanismù] ¢fanismÕn W2

c

(¢fa)|nismù inc. denuo pellicula washingtonensis S parad…dwsin ¢fanis-
mù N d{ om. LMNO'PR'SU1U2' te‹coj] prÒmacoj Q 46 ¹m‹n om.
NW1 ™stin om. CV ¢sfalšj ™stin FG toà ™cqroà] tîn ™cqrîn U2'
47 met¦ tîn W1W2(sed corr. eadem manus) 48 œcei sugcèrhsin om.
G deutšraj] deutšran E'FIJLNO'PQSU1V kat£dusin] kat£basin U1
49 • En] 'E¦n U1 50 ™mpese‹n molusmo‹j] _Úpoij kaˆ molusmo‹j ™mpese‹n J
molusmo‹j ™mpese‹n S ™ntolîn] _hm£twn K kur…ou add. cr» K 53
oÙ – prosšqeto om. Kech. ¢ll¦ add. kaˆ U2' 54 d{] m{n

1 W1 d{ om.
Kech. m{n om. Kech. 55 e"nai post pneÚmati W1 kaˆ makar…zwn]
makar…zei kaˆ E'FGHIJKLMNO'PR'SU1U2'VW1W2Kech.(makar…zei praem.
kaˆ1) basile…aj post oÙranîn U2' ¢x…ouj – 56 ¢pokale‹] ¢pokale‹tai
uƒoÚj M 56 ¢pokale‹] ¢pokale‹tai E'FGHIJKLNO'PR'SU1VW1W2(sed
rasum)Kech. Øpot…qetai post parÒnti E'FGHIJKLMNO'PSU1W1W2Kech.
Øpot…qetai post b…J R'U2'V

12,217 „makrÚnantaj add. toÝj d{ XYZ“ ist zu tilgen.

14,134 qeù add. mou U2'.

30,260: Statt „me – ›xeij] ›xeij ™in iti. V (scriptura humore deleta)“ lies
„me – ›xeij] ›xeij ™mš V“.

In den Kolumnentiteln

S. 193: Es muß korrekt „Historia Barlaam et Ioasaph – 20“ (nicht 19-20)
lauten.

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